kristof mit

k&f

k&f

Notwendigkeit schlägt Lethargie

Hallo und herzlich Willkommen auf meiner Website. Schön dass du da bist!


Ich bin Kristof. Kristof mit k&f. Ich mache Musik mit politischen Texten. Hör doch mal rein!

Kristof mit k&f – ein Künstlername, der sich mir förmlich aufgezwungen hat, da der Zusatz ‚mit k&f‘ schon mein ganzes Leben natürlich zu meinem Namen gehört. Oder würdest du beim Hören nicht zuerst ein C auf das Blatt schreiben?

Ich mache Musik, und das schon seit einigen Jahren. Erst am Schlagzeug, später am Bass, an der Gitarre und am Klavier – immer als reiner Instrumentalist in verschiedenen, mehr oder weniger erfolgreichen Bands. Dann irgendwann auch alleine: Die eigenen Texte. Und Singen! Singen! Warum hab ich das nie gelernt? Es macht doch so viel Spaß, auch wenn es bis heute nicht zufriedenstellend klingt.
Ich kann im Prinzip an keinem Instrument vorbeigehen, ohne ernsthaft mit dem Gedanken zu spielen, es meiner kleinen Sammlung hinzuzufügen. Und so spielte ich lange Zeit meine Lieder – meistens Liebeslieder an Menschen, Situationen, Orte, Erfahrungen, mal traurig, häufig fröhlich und humorvoll – auf den kleinen Bühnen der Hauptstadt und manchmal auch woanders. Doch dann passierte etwas.

Am 1. Januar 2020 (da war das Wort Pandemie für uns alle noch ein Fremdwort) entschied ich mich, alle sozialen Netzwerke zu verlassen – sowohl als Künstler, als auch als Privatperson. Gründe dafür gab es viele: Ich hatte in den vergangenen Jahren einen Prioritätenwechsel erlebt. Die Promotion meiner Musik bekam einen höheren Stellenwert, als die Musik selbst. Dabei war Promotion nicht mal das direkte Bewerben und Ankündigen von Musik, sondern mehr zu einem Füttern des Algorithmus mit (zumeist) sinnlosen Inhalten geworden, um ihn bei Laune zu halten. Dazu gesellten sich immer mehr öffentliche Enthüllungen (Cambridge Analytica und co.), die zeigten, dass der Einfluss der sozialen Medien auf die weltweiten politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen größer waren, als ich es akzeptieren wollte.

Dieser Schritt hatte größeren Einfluss auf mein weiteres Schaffen, als ich zu dem Zeitpunkt gedacht hätte. Ich war mein gesamtes Leben nie unpolitisch und auch in meiner Musik fand sich hier und da ein kleiner Seitenhieb gegen die Gesellschaft oder politische Zustände wieder. Mit dem Verlassen der sozialen Netzwerke, steckte ich allerdings mehr und mehr Energie darin, mich mit diversen Themen zu beschäftigen. Auf der Speisekarte standen Kapitalismuskritik, Migrationspolitik, Sexismus, Rassismus, sowie die Auseinandersetzung mit meinen eigenen Privilegien. All diese Themen schaffte ich irgendwann nur noch musikalisch zu verarbeiten. Plötzlich war da ein komplett neues Repertoire an hochpolitischen Songs. Konsequenterweise kehrte ich auch Streamingdiensten den Rücken und nahm meine Musik von Spotify um kein Teil dieser Maschinerie mehr zu sein.

Die Frage, die ich mittlerweile am häufigsten gestellt bekomme ist: ‚Machst du es dir damit nicht unnötig schwer?‘ Ich finde das sehr spannend, dass das die erste Assoziation ist, wenn ich erzähle, wie ich versuche, mich von Strukturen zu befreien, die uns nachweislich alle krank machen und besonders uns Künstler:innen stark einschränken – kreativ, wie finanziell.

Zwischendurch war ich kurz davor, einer Partei beizutreten, da ich meine vermeintliche politische Untätigkeit nicht länger hinnehmen konnte. Glücklicherweise konnte mich Jan Korte in seinem Buch ‚Die Verantwortung der Linken‘ von der Relevanz der außerparlamentarischen Politik, sowie der Wichtigkeit der Künste überzeugen. An diesem Punkt beschloss ich, meine Rastlosigkeit und verspürte Notwendigkeit mit meinem (nennen wir es mal) Talent zu verknüpfen und die Musik den zentralen Bestandteil meines Aktivismus zu machen. Das verursachte dann einen erneuten Prioritätenwechsel – dieses mal innerhalb meiner Songs.

Ich werde immer Musiker und Musikliebhaber bleiben, daher spielt die musikalische Komponente in meinen Songs auch weiterhin eine große Rolle. Allerdings wird die Musik für mich mehr und mehr zum Medium, das zu übertragen, was ich gerne loswerden möchte. Soll heißen: Ich habe mich selbst dabei beobachtet, wie ich meinen Texten immer mehr Priorität einräume. Ich betrachte es fast schon als Notwendigkeit, bestimmte Dinge in die Welt zu tragen und auch denen meine Stimme zu leihen, die nicht das Privileg haben, auf einer Bühne stehen zu können. Dabei möchte ich mir keineswegs anmaßen für andere zu sprechen. Ich sehe es allerdings als meine Pflicht, auf die Ungerechtigkeiten dieser Welt hinzuweisen. Auch wenn, oder gerade weil ich von den allermeisten davon nicht selbst betroffen bin.

Mit dieser Notwendigkeit entstand also mein allererstes Album und ich habe es passenderweise ‚Notwendigkeit schlägt Lethargie‘ genannt. Bald werde ich die Möglichkeit haben, es auch dir zu zeigen.

Bis es soweit ist, kannst du hier meine früheren Stücke hören und dich über die Leichtigkeit freuen. Du kannst aber auch hier schon Videos meiner aktuellen Songs hören. Wenn ich dir bescheid sagen soll, sobald es etwas Neues gibt, kannst du dich hier für meinen Newsletter anmelden.

Danke, dass du das alles gelesen hast!